Fünf Tipps für EPU‘s – oder, wie du mit Sicherheit an der Krise scheiterst!

Mann, Mann, Mann – wie die Zeit vergeht. Schon wieder eine Woche abgesessen. Aber so wie auch die Karwoche nach Tod und Trauer in der Auferstehung Jesu gipfelt, scheint auch bei uns ein Licht am Ende des Tunnels sichtbar. Nach Ostern wird sich schließlich alles zum Guten wenden und wir starten einen sanften Reboot unseres Lebens.

Nicht aber, ohne voher mein ganz spezielles Coronakrisengeschenk an dich, die „Fünf Tipps für EPU‘s – oder, wie du mit Sicherheit an der Krise scheiterst!“ mit Tipp Nr. 5 zu komplettieren.

Hier nochmals der rasche Blick auf die Tipps Nr. 1-4

Tipp Nr. 1: Denke negativ!
Tipp Nr. 2: Verzichte auf Struktur
Tipp Nr. 3: Rede nicht mit anderen über deine Ängste
Tipp Nr. 4: Orientiere dich an der Masse

Jetzt kommt der letzte und zugleich Toptipp

Tipp Nr. 5: Vermeide Humor

Für viele Menschen und Unternehmen ist die Lage in Zeiten der Corona-Pandemie ernst, mitunter existenzbedrohend. Dabei ist es wichtig, für andere und sich selbst Empathie und Mitgefühl zu zeigen. An oberster Stelle steht aber, verbanne jegliche Zuversicht und Lebensfreude aus deinem Leben! Der unsichtbare Tod steht auch, die Sense wetzend, vor deiner Haustüre.

Gerade jetzt deine Fähigkeit zu verbessern, im Moment zu leben und die Gegenwart zu genießen, wäre ein fataler Fehler. Jetzt den Ernst der Lage zu verkennen, wird dich über kurz oder lang deine Zukunft kosten. Wenn du jemanden triffst, der trotz der dramatischen Gesamtsituation ein Lächeln im Gesicht trägt, bestrafe ihn oder sie mit einem verständnislosen Blick. Speziell all jene, die sich selbst und die Krise nicht allzu ernst nehmen, sind Realitätsverweigerer. Jetzt ist weder die Zeit, um mit Spaßvideos aus der Quarantäne dein Umfeld zu infizieren, noch kostbare Bandbreite für Online-Stammtische zu vergeuden, noch wertvolle Lebenszeit mit der Familie zu teilen.

Und ganz sicher ist es nicht angebracht, die Menschen mit Tipps zu verunsichern, wie sie zuversichtlich bleiben, gut durch oder gar gestärkt aus der Krise kommen. Um diese vorsätzliche Irreführung zu verdeutlichen, möchte ich mit folgendem Beispiel schließen.

Der indischen Mönch Gaur Gopal Prabhu bringt es in seinen Reden immer wieder auf den Punkt:

Hast du ein Problem in deinem Leben? -> NEIN! -> Warum machst du dir dann Sorgen?

Hast du ein Problem in deinem Leben? -> JA! -> Kannst du etwas dagegen tun? -> JA! -> Warum machst du dir dann Sorgen?

Hast du ein Problem in deinem Leben? -> JA! -> Kannst du etwas dagegen tun? -> NEIN! -> Warum machst du dir dann Sorgen?